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HOMOSEXUELLE ARBEITSGRUPPEN ZÜRICH

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Matthias Probst, Grüne (Wahlkreis Zürich 3/9) PDF Drucken E-Mail

Name: Matthias Probst
Jahrgang: 1982
Partei: Junge Grüne
Wahlkreis: Zürich 3/9
Motto: Der Kanton Zürich braucht mehr nicht-bürgerliche Stimmen, sonst bleibt er gesellschaftspolitisch im Mittelalter stecken.

Sollen Massnahmen gegen Diskriminierung, Beschimpfung und Gewalt gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender strafrechtlich verankert werden?

Selbstverständlich gehört jede Form von Gewalt strafrechtlich verfolgt, hier braucht es meines Erachtens keine neuen Gesetzte, eher mehr Mittel bei der Umsetzung und Sensibilisierung für das Thema.

Beschimpfung und Diskriminierung ist etwas schwieriger Nachzuweisen, gehört meines Erachtens aber unbedingt auch in den Deliktkatalog.

Gezielte Massnahmen die explizit „nur“ gegen Diskriminierung, Beschimpfung und Gewalt gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender denk ich sind im Strafrecht am falschen Ort, den vor dem Gesetzt sollen ja alle gleich sein (das dann auch wirklich auch alle gleich behandelt werden, das scheint mir viel wichtiger zu gewährleisten). Hingegen sollten diese Dinge dort eine verhältnismässig wichtigere Rolle spielen wo es um Sensibilisierung geht, das ist u.a. sicher bei jeder Ausbildung der Fall.

Sollen gleichgeschlechtliche, binationale Paare, die beim Standesamt registriert sind, von der vereinfachten Einbürgerung profitieren dürfen und somit den heterosexuellen Ehepaaren gleichgestellt werden?

Unbedingt, gleiche Rechte für alle. Die Liebe kennt ja auch keine Grenzen.

Befürworten Sie die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft zu Gunsten der vollständigen Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare?

Ich bin für die generelle Abschaffung der Ehe als kirchliches Überbleibsel eines veralteten Gesellschaftsmodells das unter dem Motto „Bürger ist wer seine Frau zuhause ernähren kann“ lief. Davon sollten wir schon lange wegkommen. Solange es aber die Ehe gibt, soll sie für alle verfügbar sein, ich würde sogar eine Ehe zu dritt oder mehr zulassen, für gleichgeschlechtliche natürlich demnach auch.

Ab welchem Alter und wie sollen Schüler über Homosexualität und Homophobie aufgeklärt werden?

Zum gleichen Zeitpunkt wie die Aufklärung generell stattfindet.

Sollen in den Schulen ComingOut-Broschüren zum regulären Dokumentationsangebot gehören?

Wenn das für einzelne Schüler und Schülerinnen einen entwicklungspsychologischen Nutzen bringt, auf jeden Fall. Da kenne ich mich aber persönlich nicht so gut aus damit.

 
 
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