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Name: Angelo Barrile Jahrgang: 1976 Partei (neu/bisher): SP, bisher Wahlkreis: Zürich 4/5 Mitglied HAZ und PinkCross Motto: Die Emanzipation im ursprünglichen Sinn ist das Ziel meines politischen Engagements. Ich setze mich für die Chancengleichheit aller Mitglieder unserer Gesellschaft ein, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Lebensweise.
Sollen Massnahmen gegen Diskriminierung, Beschimpfung und Gewalt gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender strafrechtlich verankert werden?
Ja. Diese Vergehen wären eigentlich gemäss Gesetz heute schon nicht erlaubt. Trotzdem denke ich, dass mit einem eigenen Gesetzesartikel im Strafrecht ein notwendiges Zeichen gesetzt würde, dies auch im Sinne einer Zeichensetzung, so wie dies zum Beispiel auch im Bereich der Gleichstellung von Mann und Frau gemacht wird.
Sollen gleichgeschlechtliche, binationale Paare, die beim Standesamt registriert sind, von der vereinfachten Einbürgerung profitieren dürfen und somit den heterosexuellen Ehepaaren gleichgestellt werden?
Ja. Die Ungleichbehandlung von heterosexuellen und gleichgeschlechtlichen Paaren ist stossend und meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Die erleichterte Einbürgerung für eingetragene PartnerInnen von schweizer Staatsangehörigen wäre eine Anerkennung dafür, dass auch der Staat diese Beziehung als "vollwertig" anerkennt.
Befürworten Sie die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft zu Gunsten der vollständigen Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare?
Auf jeden Fall! Liebe ist Liebe. Dabei sollte es für den Staat keine Rolle spielen, ob das Paar hetero- oder homosexuell ist. Solange hier der Staat zwischen verschiedenen Paaren unterscheidet, wird uns auch signalisiert, dass vor dem Gesetz die Beziehungen nicht gleichwertig sind. Das Partnerschaftsgesetz war ein wichtiger erster Schritt, aber wir müssen unbedingt am Ball bleiben und bestehende Lücken schliessen.
Ab welchem Alter und wie sollen Schüler über Homosexualität und Homophobie aufgeklärt werden?
So früh wie möglich. Dies soll alters- und stufengerecht geschehen. Wann genau dieser Zeitpunkt ist und wie das am besten umgesetzt wird, können wohl pädagogisch geschulte Fachpersonen besser einschätzen als ich. Auf jeden Fall soll das noch vor der Pubertät geschehen, damit gewisse jungen Menschen nicht das Gefühl haben müssen, sie seien "abnormal" oder gar krank. Eine frühe Aufklärung wäre wohl auch eine Präventionsmassnahme gegen Homophobie.
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