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HOMOSEXUELLE ARBEITSGRUPPEN ZÜRICH

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Martin Graf, Grüne, neu PDF Drucken E-Mail

Name: Graf Martin
Jahrgang: 1954
Partei (neu/bisher): Grüne, neu
Motto: „Neue Energie für Zürich“

Wie haben Sie sich bis jetzt für die Anliegen von homo-, bi- oder transsexuellen Menschen eingesetzt?

Alle Menschen sollen sich gleichberechtigt in die gesellschaftliche Entwicklung einbringen können und dies mit gegenseitigem Respekt tun. In diesem Sinne stand ich politisch immer den Anliegen homo-, bi- oder transsexueller Menschen offen gegenüber und erachte beispielsweise die Registrierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften als wichtige Errungenschaft. Meine bisherigen politischen Schwerpunkte lagen allerdings in ganz anderen Bereichen, wie beispielsweise der Raum- und Stadtentwicklung, der Energiepolitik, etc.

Wie würden Sie damit umgehen, wenn Ihre Tochter, Ihr Sohn oder ein anderes Familienmitglied lesbisch, schwul oder bisexuell wäre?

Ich mache keinen Unterschied im Umgang zu einem heterosexuellen Kind. Wichtig für eine lebendige Gesellschaft ist eine offene Kommunikation und ein vertrauensvoller und respektvoller Umgang mit Beziehungen. Ausgrenzungen hingegen schaffen Misstrauen.

Auf welche Art und ab welchem Alter sollen Schüler über Homosexualität und Homophobie aufgeklärt werden?

Die Thematisierung der Homosexualität muss Teil des Sexualunterrichtes der Volksschule sein. Diese wird unter Harmos verstärkt und jüngeren Jahrgängen zuteil.

Was würden Sie als Regierungsrat/-rätin gegen Homophobie am Arbeitsplatz, auf der Strasse oder in Sportvereinen tun?

Die Thematik eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Sexualität muss früh aufgenommen werden. Die Regierung kann und soll die Bemühungen von Schule und Vereinen über die Kinder- und Jugendarbeit (AJB, Okaj) fördern. Die Thematisierung der Sexualität muss zum integrierenden Bestandteil der Präventionsarbeit dieser Stellen werden. Was in jungen Jahren verinnerlicht wird, verhindert Probleme in späteren Jahren.

Wie stehen Sie zur völligen Gleichstellung von homo- und heterosexuellen Paaren bei der Kinderadoption?

Ich stehe persönlich der Adoption generell skeptisch gegenüber unabhängig davon, ob es sich um eine Adoption durch homo- oder heterosexuelle Paare handelt. Für Adoptiveltern wie ihre Adoptivkinder ist der gegenseitige Umgang mit der jeweiligen Herkunft sehr anspruchsvoll, aus meiner Sicht in vielen Fällen zu anspruchsvoll für die meisten.

Wie stehen Sie zur Öffnung der Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare?

Ist sinnvoll und kann so zur Sicherung von Existenz, familiärem Umfeld und geringeren Kosten für die Öffentlichkeit beitragen.

Was halten Sie von der künstlichen Befruchtung von lesbischen Frauen, die in einer Beziehung stehen?

Grundsätzlich ist nicht einzusehen, weshalb die künstliche Befruchtung nicht allen Frauen unabhängig von ihrer Sexualität offen steht. Allerdings stehe ich in einer Welt der Überbevölkerung der künstlichen Befruchtung generell zurückhaltend gegenüber. Der Anspruch des Kindes, seine leiblichen Eltern zu kennen und mit ihnen Beziehungen pflegen zu können, muss aus meiner Sicht jederzeit und vollumfänglich gewahrt sein.

 
 
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